01.03.2010, 16:21
Marie Louise (1662-1689) war die älteste Tochter von Philipp I. von Orléans aus seiner ersten Ehe mit Henriette Anne d'Angleterre. Als hübsches und kluges Mädchen lebte sie am französischen Hof und verfolgte auch den Bau des Schlosses von Versailles aufmerksam.
1679 wurde sie schließlich mit dem spanischen König Karl II. verheiratet. Dieser war durch die extrem ausgeprägten verwandschaftlichten Ehen sowohl körperlich als auch seelisch stark beeinträchtigt. Am Hofe regierte daher sozusagen seine Mutter.
Für Marie Louise bzw María Luisa (wie sie seit ihrer Hochzeit hieß) war die Umstellung enorm. Sie kam vom schillernsten Hof der Barockzeit und wurde nun in düsteren großen Palästen untergebracht. Ihre lockeren, hellen Kleider musste sie gegen schwere Kleidung in dunklen Farben tauschen. Noch dazu war sie als "Ausländerin" nicht sehr beliebt. Dieser Beliebtheit wurde im Laufe der Zeit noch weniger, da sich der Erbe nicht ankündigen wollte.
Dass das Problem der Zeugungsunfähigkeit jedoch beim Vater lag, das wollte man damals nicht wahrhaben.
So wurde ihr seelischer Zustand immer schlimmer - sie bekam Nervenzusammenbrüche und Wahnvorstellungen und magerte immer mehr ab, flüchtete sich schließlich sogar in Scheinschwangerschaften um wenigstens für einige Zeit in Ruhe gelassen zu werden.
Als sie schließlich am 12. Februar 1689 starb, war sie der festen Überzeugung - wie ihre Mutter - vergiftet worden zu sein. Heute wird jedoch angenommen dass sie an einer Salmonellenvergiftung nach dem Verzehr von Austern gestorben ist. Begraben wurde sie schließlich sogar in einer eigenen Kapelle für unzeugungsfähige Königinnen.
Nicht lange nach ihrem Tod wurde Karl II. - der sich übrigens gut mit Marie Luise verstand - noch einmal verheiratet (mit einer wahren Furie). Aber auch hier gab es keine Nachkommen, daher kam es nach seinem Tod schließlich zum spanischen Erbfolgekrieg.
1679 wurde sie schließlich mit dem spanischen König Karl II. verheiratet. Dieser war durch die extrem ausgeprägten verwandschaftlichten Ehen sowohl körperlich als auch seelisch stark beeinträchtigt. Am Hofe regierte daher sozusagen seine Mutter.
Für Marie Louise bzw María Luisa (wie sie seit ihrer Hochzeit hieß) war die Umstellung enorm. Sie kam vom schillernsten Hof der Barockzeit und wurde nun in düsteren großen Palästen untergebracht. Ihre lockeren, hellen Kleider musste sie gegen schwere Kleidung in dunklen Farben tauschen. Noch dazu war sie als "Ausländerin" nicht sehr beliebt. Dieser Beliebtheit wurde im Laufe der Zeit noch weniger, da sich der Erbe nicht ankündigen wollte.
Dass das Problem der Zeugungsunfähigkeit jedoch beim Vater lag, das wollte man damals nicht wahrhaben.
So wurde ihr seelischer Zustand immer schlimmer - sie bekam Nervenzusammenbrüche und Wahnvorstellungen und magerte immer mehr ab, flüchtete sich schließlich sogar in Scheinschwangerschaften um wenigstens für einige Zeit in Ruhe gelassen zu werden.
Als sie schließlich am 12. Februar 1689 starb, war sie der festen Überzeugung - wie ihre Mutter - vergiftet worden zu sein. Heute wird jedoch angenommen dass sie an einer Salmonellenvergiftung nach dem Verzehr von Austern gestorben ist. Begraben wurde sie schließlich sogar in einer eigenen Kapelle für unzeugungsfähige Königinnen.
Nicht lange nach ihrem Tod wurde Karl II. - der sich übrigens gut mit Marie Luise verstand - noch einmal verheiratet (mit einer wahren Furie). Aber auch hier gab es keine Nachkommen, daher kam es nach seinem Tod schließlich zum spanischen Erbfolgekrieg.
